Sehlem - Gentingen: 81 km
Heute Morgen hieß es Abschied nehmen von Zuhause für die nächsten ca. 3 Monate. Alles funktionierte soweit ganz gut, aber durch die Aufregung hatte ich vergessen, die Stromverbindung von der Steckdose zum Wohnwagen zu entfernen. Bei der Abfahrt bemerkte ich plötzlich meinen Nachbarn Walter neben dem Wohnwagen herlaufen mit einem Stromkabel in der Hand. War noch mal alles gut gegangen. Nachdem meine Frau Cilli noch bei der Ausfahrt aus dem Ort ein paar Fotos gemacht hatte, konnte ich Gas geben.

So fuhr ich dann zuerst zu meinem Cousin Rudi Mayer und seiner Frau Ingrid nach Butzweiler, die ich schon gefühlte Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatte. Die Freude war riesengroß, da sie bereits den Artikel im Trierischen Volksfreund gelesen hatten, aber natürlich nicht mit meinem Besuch gerechnet hatten. Zum Abschied schenkte mir Rudi noch ein Karton Hühnereier von seinen Hühnern aus Freilandhaltung; ich freue mich bereits auf das erste Omelett mit diesen guten Eiern.

Es kam natürlich wie es kommen musste, hinter Wallendorf war die Weiterfahrt nach Gentingen über Ammeldingen nur über eine Umleitung möglich. So wurden aus den geplanten 64 km dann letztendlich 81 km.

Auf dem Campingplatz Camping Ourtal-Idyll Gentingen fand ich sodann auch einen schönen großräumigen Stellplatz.

Die sehr netten Eigentümer des Platzes begrüßten mich persönlich, nachdem es ihnen dämmerte, dass ich derjenige war, über den sie am Morgen in der Zeitung gelesen hatten.
Auf dem stark von holländischen Campern belegten Platz dauerte es nicht lange, bis die ersten kamen und mein Gespann bewunderten und Fragen stellten. Die Nachfragen verstärkten sich noch, nachdem die Platzeigentümer den Zeitungsartikel des TV an der Tür zum Sanitärgebäude - gleich gegenüber von meinem Stellplatz - angebracht hatten.
Dann kam meine Frau mit den Enkelkindern und hatte Grillgut mitgebracht, was wir dann gemeinsam verzehrten.
Nachdem meine Tochter Caroline dann etwas später auch noch kam, mussten sie schon bald wieder nach Hause, da Clara morgen in die Schule und Niclas in den Kindergarten musste. Caroline schenkte mir noch eine Riesenkiste mit Reiseutensilien, mit denen ich locker die drei Monate überstehen kann.
Nun sitze ich hier am PC und lade die Tour von meinem GPS -Tracker und schreibe diesen Bericht.
Es ist nun schon spät und dunkel und ich werde den Reisebericht dann hiermit beenden.
Guts Nächtle
