Erholungstage in Denekamp

09.06.2019

Gestern Nachmittag ist mein Schwager Peter in Denekamp zu mir gestoßen. Leider war das Wetter gestern sehr bescheiden, daher freuen wir uns heute umso mehr, den schönen sonnigen Tag genießen zu können. Daher gibt es heute keinen Reisebericht, sondern nur ein paar technische Details zu meinem Traktor.

Den Traktor hatte ich im Frühjahr 2017 gekauft und ihn danach ca. 1 Jahr in meiner Garage stehen, um Restaurationsarbeiten daran durchzuführen. Leider war der optische Zustand nicht mehr der schönste, jedoch ohne dass Roststellen hieran waren. Der Traktor lief vorher an der Mosel bei einem Kleinwinzer mit seitlicher Binger Seilwinde. Da ich für die Seilwinde keine Verwendung hatte, wurde diese gleich abgebaut und verkauft. Die Reifen waren alle alt und abgefahren, so dass alle Reifen erneuert werden mussten. Der Traktor hatte vorher 28 Zoll Reifen hinten und stand optisch vorne sehr hoch. Deshalb besorgte ich mir 32 Zoll Felgen, welche ebenfalls hierfür zugelassen sind; daher sieht der Traktor optisch besser aus und läuft schneller.

Hiernach wurden die Kotflügel, Haube und alle Verkleidungsteile abgebaut und neu lackiert mit 2K-Lack.

Leider hatte die Kupplung einige Macken. Ein Bekannter vermutete, dass das Ausrücklager kaputt sei, also habe ich den Traktor dann auseinandergefahren und das Ausrücklager erneuert. Nachdem ich dann alles wieder zusammengebaut hatte, musste ich leider feststellen, dass es offenbar nicht am Ausrücklager gelegen hatte, sondern die Kupplung erneuert werden musste. Also wieder alles auseinander gebaut, neue Kupplung rein und wieder zusammengebaut (warum nicht gleich so, alter Geizkragen !!!).

Die Kunststoffteile des Verdecks waren auf Grund des Alters teilweise defekt und spröde. So machte ich mich daran, die Front- und vorderen Seitenteile neu herzustellen. Dies war relativ schwierig, da ich keine Vorlagen dafür hatte und zuerst aus Karton das grobe Gestell zusammenbastelte. Danach ging ich daran, die Einzelteile aus Alu-Riffelblech herzustellen. Da ich hierfür leider keine Kantbank zur Verfügung hatte, lieh ich mir von einem Nachbarn einen schweren Eisenträger, auf dem ich die Einzelteile zurecht bog.

Danach sollten die oberen Seitenteile und das Dach bei einem Sattler neu hergestellt werden, dies zog sich jedoch leider in die Länge. Da ich für die ca. 6.000 km lange Tour drei Monate eingeplant hatte, konnte ich dann in 2018 nicht mehr starten und musste den Start verschieben.

Ende August 2018 beschloss ich dann, eine Probetour zu machen: die Mosel runter bis Koblenz, dann an der Lahn entlang nach Diez. Von da die Aar herunter bis Rüdesheim und über die Nahe zurück nach Hause. Leider musste ich die Aar-Route in Bad Schwalbach verlassen, da es hier keinen Campingplatz gab. Diesen fand ich dann im Wispertal. Die Erfahrungen der Tour führten dann dazu, dass ich noch einige Verbesserungen (GPS-Tracker, Navi, Rückfahrkamera, Fahrradtacho, neuer Fahrersitz, Schafsfell auf den Sitzpolstern, Einbau einer Batterie im Wohnwagen, usw.) am Traktor und Wohnwagen vornahm.

Mittlerweile war klar, dass mich mein Schwager ein Stück begleiten würde, also baute ich noch für ihn einen zweiten Sitz, halb schräg hinter mir. Die seitlichen Sitzpolster auf den Kotflügeln sind für eine längere Reise nicht geeignet.

Morgen geht’s dann weiter nach Papenburg auf den Campingplatz und am Dienstag treffen wir uns mit Herrn Matthiesen von der Fa. Mavi zum Fototermin vor der Touristinformation in Papenburg, wo unsere Besichtigung der Meyer-Werft beginnt.

Am Montagabend gibt’s dann wieder neue Informationen.

Bis dann

Gruß Martin

© 2019 Reisender Martin, entlang der Grenze, Deutschland
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